Baby

Schritt für Schritt zur Familienkost

30. Juni 2017

Lorenz ist ein braver Esser, seit er mit 4,5 Monaten seinen ersten Karottenbrei verspeist hat, gab es eigentlich nichts, das ihm nicht geschmeckt hat. Pastinaken, Fenchel, Kürbis, alles wurde anstandslos gegessen. Da wir uns mit großen Schritten auf den ersten Geburtstag zubewegen, stehen bei uns bereits alle Zeichen auf Familienkost. Und das finde ich persönlich schwieriger, als die Beikost.

Die Umstellung auf die Beikost neben dem Stillen fiel mir wahnsinnig leicht. Um Lorenz eine möglichst große Auswahl zu bieten, habe ich ihm sowohl selbstgemachten Brei als auch welchen aus dem Glas (am liebsten von ‚dm bio‘) angeboten. Mit meinem Thermomix® habe ich den Brei super einfach selbst machen können, die Zutatenliste war schnell zusammengestellt. Quer durchs Bio-Gemüse-Sortiment kam alles in unterschiedlichsten Kombinationen in den Zaubertopf, dazu meist Kartoffeln oder Reis und feinstes Rind- oder Kalbfleisch, als vegetarische Alternative rote Linsen. Jetzt aber, wo wir Lorenz schön langsam mit uns mitessen lassen können/sollen/dürfen, muss ich auch sehr darauf achten, was bei uns auf dem Teller landet. Es soll nicht zu fett sein, möglichst nicht gesalzen und gezuckert, vor allem aber ausgewogen und reich an Nährstoffen, idealerweise regional und saisonal. Man kann also sagen, dass sich mit der Annäherung an die Familienkost auch die Ernährung von meinem Mann und mir verbessert. Immerhin sind wir als seine Eltern seine Vorbilder und er macht uns schon oft deutlich, dass er mit uns mitessen will.

 

 

Bei uns kommt regelmäßig ein Fischer mit fangfrischem Fisch aus dem Nachbarort vorbei. Dies habe ich zum Anlass genommen, um für Lorenz das erste Mal Lachsforellenfilet zu kochen, wie für uns ‚Großen‘ das Filet am Stück. Der Fischer hat mir geraten, das hintere Stück des Filets zu verwenden, da dort keine Gräten sind. Nach einem Gespräch bei der Elternberatung habe ich noch offene Fragen abgeklärt und beschlossen, den Fisch nicht zu dünsten sondern anzubraten. Dazu gab es klein geschnittenes Gemüse (Süßkartoffeln und Zucchini) und Kartoffeln, welches ich wieder mit Hilfe des Thermomix® zubereitet habe. Lorenz war richtig stolz beim Essen und hat mit Löffel und Gabel schon eifrig selbst ‚reingeschaufelt‘. Es hat ihm offenbar geschmeckt. Das nächste Mal werde ich ihm das Gemüse und die Kartoffeln aber in größeren Stücken anbieten, vielleicht sogar schon so, wie wir es essen – das ergibt vermutlich nicht so eine Sauerei…

 

Zutaten

1 kleine Kartoffel
1 kleine Süßkartoffel
3-4 dicke Scheiben Zucchini
1 kleines Stück Lachsforellenfilet

 

 

Zubereitung

Gemüse waschen, Kartoffel und Süßkartoffel schälen. Grobe Stücke in den Mixtopf geben und 5 Sek. / Stufe 5 zu kleinen Stücken verarbeiten. Gemüse-Kartoffel-Mischung in den Gareinsatz umfüllen, Mixtopf mit 1/2 Liter Wasser füllen. Gareinsatz einhängen, Mixtopf schließen und 15 Min. / Varoma / Stufe 1 garen.

Währenddessen das Lachsforellenfilet waschen, trocken tupfen und auf eventuelle Gräten untersuchen. 1 TL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Fischfilet von beiden Seiten bei mittlerer Hitze anbraten. Ich habe die Haut übrigens zum Braten am Fisch gelassen und erst danach entfernt.

Zum gedünsteten Gemüse habe ich einen Schuss Rapsöl gegeben und Lorenz dann mit dem Fischfilet serviert.

 

 

Hat jemand Tipps für mich, welche Gerichte sich ideal zur Einführung in die Familienkost eignen? Ich habe schon an Gemüsesuppe mit gröberen Stückchen gedacht, Risotto oder Gemüse-Kartoffel-Laibchen. Fleisch finde ich schwieriger zu Kauen, hier empfiehlt sich für den Anfang wohl das Dämpfen oder schonendes Braten. Was er gerne mag ist Ofengemüse, das durfte er schon ein paar Mal mitnaschen, damals noch ungewürzt. Für mich wirklich eine Challenge, da ich gerne würze und das ja jetzt eher vorsichtig angehen sollte. Ich bin schon sehr gespannt, ob sich sein Geschmack mit dem vollendeten ersten Lebensjahr verändert oder er weiterhin so ein braver Esser bleiben wird.

 

Alles Liebe, Maria

 

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